Ab dem 15. August 2019 gelten beim Schweizer Waffengesetz neue Vorschriften. Obwohl die Schweiz ein sehr gutes und funktionierendes Waffenrecht hat, befürwortete der Souverän am 19. Mai 2019 mit grosser Mehrheit die neue EU-Waffenrichtlinie welche Änderungen des Schweizer Waffengesetzes nach sich zieht. Diverse Detailfragen sind noch ungeklärt - dennoch möchten wir Sie mit dieser Seite über die wichtigsten Änderungen informieren. Selbstverständlich werden wir diese Seite aktuell halten, sodass Sie sich hier jeweils orientieren können.

Inhalt

Allgemeines

Bei den meisten Leuten herrscht heute das Vorurteil, dass seit dem Inkrafttreten des neuen Schweizerischen Waffengesetzes und der neuen EU-Waffenrichtlinie vom 15. August 2019 alle Waffen verboten wären.

Dem ist aber nicht so: Nach wie vor kann jeder unbescholtene Schweizerischenbürger mit vollendetem 18. Altersjahr und einem einwandfreien Strafregister Waffen erwerben. Auch darf die betreffende Person an keinen Krankheiten leiden, die den sicheren Umgang mit Waffen beeinträchtigt.

Möchten Sie also eine eigene Waffe besitzen, so helfen wir Ihnen mit gerne weiter. Wenn Sie uns im Geschäft im Einkaufszentrum Oberdorf in 6340 Baar besuchen, beraten wir Sie gerne.

Ausnahmen: Bis auf weiteres besteht ein Embargo für Waffen, Waffenbestandteile sowie Munition für Staatsangehörige aus folgenden Ländern:

  • Serbien
  • Bosnien und Herzegowina
  • Kosovo
  • Mazedonien
  • Türkei
  • Sri Lanka
  • Algerien
  • Albanien

Ausnahmebewilligungen für diese Personen sind aber möglich!

Folgende Dokumente können wir Ihnen anbieten:

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Übergangsregelung

Mit Waffenerwerbsscheinen, welche vor dem 15. August 2019 (nach altem Recht) ausgestellt worden sind, können bis zu deren Ablauf weiterhin Waffen nach dem alten Recht erworben werden. Dies gilt auch für neu verbotene, halbautomatische Waffen mit grossen Magazinen. Diese Waffenerwerbsscheine können um 3 Monate verlängert werden, allerdings ist es dann nicht mehr möglich mit diesen verlängerten Waffenerwerbsscheinen neu verbotene Waffen zu erwerben. Diese Übergangsregelung gilt ebenfalls für zu halbautomatisch umgebauten Ordonnanz-Seriefeuerwaffen.

Mit Waffenerwerbsscheinen, welche nach dem 15. August 2019 ausgestellt werden, ist der Erwerb von Revolvern, Pumpflinten, ausländischen Karabinern, Unterhebelrepetierern, Kleinkaliberwaffen, haltautomatischen Handfeuerwaffen sowie Pistolen mit kleinem Magazin, u.s.w. möglich. Für den Erwerb von neu verbotenen Waffen ist eine Ausnahmebewilligung "klein" erforderlich.

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Neu verbotene Waffen

Verschiedene Feuerwaffen, die bisher waffenerwerbscheinpflichtig waren, gelten neu als  verbotene Waffen. Dies bedeutet, dass sie nicht mehr mit einem Waffenerwerbsschein erworben werden können, sondern dafür eine Ausnahmebewilligung erforderlich ist. Betroffen davon sind:

Es gilt folgende Ausnahme bei der Übernahme einer privatisierten Ordonnanz-Seriefeuerwaffe direkt von der Militärverwaltung:
Die Angehörigen der Armee können ihre Waffe beim Ausscheiden aus der Armee nach wie vor unter den gleichen Bedingungen wie bisher behalten (mit Waffenerwerbsschein). ABER ACHTUNG: Wenn die Waffe vom ehemaligen Armeeangehörigen an eine andere Person übertragen wird, gilt sie als verbotene Waffe! Die Person, welche die Waffe vom ehemaligen Armeeangehörigen übernimmt, muss somit über eine Ausnahmebewilligung verfügen! Dies betrifft ebenfalls den Waffenfachhandel: Wenn Sie also ein gebrauchtes Sturmgewehr 90 oder Sturmgewehr 57 bei Ihrem Waffenfachhändler kaufen möchten benötigen Sie eine Ausnahmebewilligung!

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Halbautomatische Zentralfeuerwaffen und Randfeuerwaffen

Eine Zentralfeuerwaffe verschiesst Zentralfeuermunition, also zum Beispiel eine Pistole im Kal. 9mm Para, ein Revolver im Kal. .44 Magnum oder das Sturmgewehr 90 mit der GP90 / .223 Remington. Hier gelten neu als verbotene Waffen:

  • Faustfeuerwaffen (Pistole) mit einer Magazinkapazität von mehr als 20 Schuss (also ab 21 Schuss) - Bemerkung: Revolver haben in der Regel 5, 6 oder 7 Schuss Trommeln und sind somit nicht negativ betroffen;
  • Handfeuerwaffen (Gewehre, Waffen in der Regel ab Schulter / beidhändig geschossen) mit einer Magazinkapazität von mehr als 10 Schuss (also ab 11 Schuss).

Randfeuerwaffen (Gewehre, Pistolen, Revolver), also z.B. Kleinkaliberwaffen wie Kal. .22 l.r. oder .22 Magnum und so weiter, sind nicht betroffen!

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Handfeuerwaffen und Faustfeuerwaffen

Einer der meist missverstandenen Ausdrücke bei der Art der Waffe ist der Unterschied zwischen Faust- und Handfeuerwaffen.

  • Faustfeuerwaffe = Revolver und Pistole (Eselsbrücke: "Ich halte die Waffe in den Fäusten.");
  • Handfeuerwaffe = Gewehre / Waffen in der Regel ab der Schulter / beidhändig geschossen (Eselsbrücke: "Ich halte die Waffe in - beiden - Händen.").

Da hier oft eine Verwechslung stattfindet, meinen die meisten, dass die Pistole auf 10 Schuss begrenzt ist. Das ist aber falsch!

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Wie kann ich einen Neuerwerb tätigen?

Handelt es sich um einen Revolver, eine Pistole mit kleinem Magazin, eine Pumpflinte, einen Unterhebelrepetierer, eine Flinte oder ein Repetiertgewehr? Falls ja: Hier bleibt sich alles beim alten.

Ansonsten klicken Sie HIER um den Ablauf für den Neuerwerb anzuschauen.

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Was passiert mit den Waffen die ich bereits schon besitze?

Klicken Sie HIER um zu sehen, was mit dem Altbesitz passiert.

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Wie kann ich meine eigene Ordonnanzwaffe von der Armee übernehmen oder wie kann ich eine solche erwerben?

Bei den Ordoannzwaffen gibt es neu einen wesentlichen Unterschied:

  • ist es die eigene Ordonnanzwaffe, welche von der Militärverwaltung zum Eigentum überlassen wird

oder

  • Kaufe ich die zum Halbautomaten umgebaute Ordonnanzwaffe einem Kollegen ab oder in einem Waffenfachgeschäft.

Klicken Sie auf diesen Link HIER um mehr über den Ablauf zu erfahren.

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