Die Schweizer Ordonnanzwaffen sind leider zu einem komplizierten Spezialfall geworden: Auf dieser Seite finden Sie Informationen zum Neuerweb und zur Übernahme der eigenen Ordonnanzwaffe direkt aus den Beständen der Militärverwaltung nach dem Inkrafttreten der neuen EU-Waffenrichtlinie.

Klicken Sie in der Grafik jeweils die einzelnen Begriffe an - dann erhalten Sie eine entsprechende Erklärung dazu!

Neuerwerb halbautomatische Ordonnanzwaffe Neuerwerb halbautomatische Ordonnanzwaffe Ausnahmebewilligungen für Sammler und Museen Ausnahmebewilligungen für Sportschützen Verzeichnis und Sicherheitskonzept für Ausnahmebewilligungen Schiesspflicht und Vereinsmitgliedschaft Eigene Ordonnanzwaffe Wegleitung Ausnahmebewilligungen Wegleitung Ausnahmebewilligungen Wegleitung Waffenerwerbsschein

 

Neuerwerb halbautomatische Ordonnanzwaffe

Unter Neuerwerb ist der Kauf einer halbautomatischen Ordonnanzwaffe im Waffenfachhandel oder von einer Privatperson gemeint. Wir die Waffe als gebrauchte, halbautomatische Ordonnanzwaffe im Waffenfachhandel oder von einer Privat-Person gekauft benötigt der Käufer eine Ausnahmebewilligung "klein".

Wir die Waffe nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Militärdienst direkt aus den Beständen der Militärverwaltung übernommen, so reicht ein Waffenerwerbsschein.

WICHTIG: Mit Waffenerwerbsscheinen, die noch vor dem 15. August 2019 ausgestellt wurden, können während der ganzen sechsmonatigen Gültigkeitsdauer auch die neu verbotenen Ordonnanzwaffen erworben werden. Werden die Waffenerwerbsscheine verlängert, gilt die Verlängerung für diese Waffen aber nicht mehr!

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Eigene Ordonnanzwaffe

Abgeänderte Ordonnanzwaffen (namentlich Stgw90 und Stgw57), die direkt aus den Beständen der Militärverwaltung zu Eigentum übernommen wurden, gelten nicht als verbotene Waffen. Ihre Besitzer verfügen daher nicht über eine Ausnahmebewilligung oder eine Besitzbestätigung.

Sie können ihre Berechtigung zum Kauf von Ladevorrichtungen mit hoher Kapazität aber mittels dem Eintrag im Dienstbüchlein nachweisen, aus dem die Übernahme der Waffe hervorgeht.

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Ausnahmebewilligungen für Sportschützen

Ausnahmebewilligungen für den Erwerb von verbotenen halbautomatischen Waffen werden unter anderem an Sportschützinnen und -schützen erteilt. Der Preis für diese Ausnahmebewilligung beträgt 50.- SFr. und kostet somit gleich viel wie der Waffenerwerbsschein. Die Kosten für die Ausnahmebewilligungen für Seriefeuerwaffen, Schalldämpfer, Laserzielgeräte, u.s.w. bleiben unverändert.

Für die Erteilung der Ausnahmebewilligung für verbotene, halbautomatische Waffen muss die Schiesspflicht erfüllt werden oder eine Vereinsmitgliedschaft bestehen.

Neu beim Erwerb von verbotenen, halbautomatischen Waffen mittels einer Ausnahmebewilligung: Die Sportschützen und Sportschützinnen müssen einen Wechsel des Wohnsitzkantons der neu zuständigen kantonalen Behörde melden und dieser Behörde eine Kopie der Ausnahmebewilligung einreichen.

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Ausnahmebewilligungen für Sammler und Museen

Auch Sammlerinnen, Sammler und Museen, welche verbotene Waffen erwerben wollen, können gemäss den neuen Bestimmungen des WG um Ausnahmebewilligungen ersuchen. Für den Erhalt der Bewilligungen müssen sie nachweisen, dass sie angemessene Vorkehrungen zur sicheren Aufbewahrung getroffen haben und ein Verzeichnis führen, das alle in ihrem Besitz befindlichen ausnahmebewilligungspflichtigen Feuerwaffen umfasst.

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Schiesspflicht und Vereinsmitgliedschaft

Eine Ausnahmebewilligung als Sammler für halbautomatische Waffen erfordert den Nachweis, dass Sie entweder Mitglied eines Schiesssportvereins sind oder regelmässig an sportlichen Schiessen teilnehmen. Der Nachweis des regelmässigen sportlichen Schiessens oder der Mitgliedschaft in einem Schiessverein ist fünf und zehn Jahre nach Erteilung der ersten Ausnahmebewilligung zu erbringen.

Gemäss Waffenverordnung gilt als "regelmässig sportlich Schiessen", wenn innerhalb der jeweiligen Fünf-Jahres-Periode mindestens fünf Schiessen absolviert werden. Die Schiessen müssen an verschiedenen Tagen stattgefunden haben. Die absolvierten Schiessen können mit einem Formular, auf dem die Schiessen bestätigt werden, oder mittels militärischem Leistungsausweis / Schiessbüchlein nachgewiesen werden. Die Vereinsmitgliedschaft kann mit einer Bestätigung des Vereins, mit einem entsprechenden Auszug aus der Vereins- und Verbandsadministration des VBS (VVAdmin) oder mit der Lizenz eines schweizerischen Schiesssportverbands belegt werden.

Unser Tipp: Der Schiesspflicht kommen Sie nach, wenn Sie einmal pro Jahr das Obligatorische Programm und/oder das Feldschiessen bei Ihrem örtlichen Schiessverein absolvieren und die Teilnahme dokumentieren. Namentlich der Schiessstandleiter, Schiessleiter, Schiessinstruktor oder Platzwart dürfen die Teilnahme bestätigen.

Werden einer Person mehrere Ausnahmebewilligungen erteilt, so besteht die Nachweispflicht lediglich fünf und zehn Jahre nach der Erteilung der ersten Bewilligung.

Der Nachweis ist pro Person und nicht pro Waffe zu erbringen. Der erste Nachweis muss frühestens am 15. August 2024 (5 Jahre nach Inkrafttreten des neuen Gesetzes) notwendig sein. Der zweite Nachweis frühestens am 15. August 2029 (10 Jahre nach Inkrafttreten des neuen Gesetzes) notwendig sein.

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Verzeichnis und Sicherheitskonzept für Ausnahmebewilligungen

Für den Erhalt einer Ausnahmebewilligung als Sammler müssen Sie nachweisen, dass Sie angemessene Vorkehrungen zur sicheren Aufbewahrung getroffen haben und ein Verzeichnis führen, das alle in ihrem Besitz befindlichen ausnahmebewilligungspflichtigen Feuerwaffen umfasst.

Verbotene halbautomatische Feuerwaffen, sind in einem Raum / Behältnis, welcher/s ein- und aufbruchsicher ist, einzuschliessen (z.B. massiver abschliessbarer Holzschrank, abschliessbarer Luftschutzkeller, Waffenstahlschrank, Tresor usw.). Es ist auch zulässig, bei den verbotenen halbautomatischen Feuerwaffen, nur den Verschluss zu entfernen und diesen getrennt von der Waffe in einem Raum / Behältnis, welcher/s ein- und aufbruchsicher ist, einzuschliessen.

Dem Gesuch für eine Ausnahmebewilligung als Sammler ist der soeben erwähnte Nachweis zur sicheren Aufbewahrung und das erwähnte Verzeichnis beizulegen.

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